20. Dezember 2016

Behütet und getragen



"Zwei Bilder kennzeichnen den Engel: 
Er behütet uns. Und er trägt uns auf seinen Händen.

Das erste Bild sagt, dass der Engel über uns und für uns wacht, wenn wir unaufmerksam und unachtsam unsere Wege gehen. Behütet meint vom Wortstamm her, dass der Engel seinen "Hut", seine "Obhut" über uns wirft und uns schützend bedeckt. Er hüllt uns also gleichsam in seine heilende Gegenwart ein, damit uns die feindlichen Geschosse aggressiver Menschen nicht treffen und das Gift verbitterter Emotionen uns nicht schaden kann.

Das zweite Bild sagt: Der Engel trägt uns auf seinen Händen. Er nimmt uns also weg von der Erde, damit wir nicht ständig an die Steine stoßen, die im Weg liegen. Er trägt uns, damit die Hindernisse uns nichts mehr anhaben. Er hebt uns auf eine andere Ebene empor, von der aus wir deutlicher sehen können, was sich um uns herum abspielt, welche Spiele Menschen mit uns treiben. 

Behütet von unserem Engel und von seinen Händen getragen, das heißt: Wir gehen nicht mehr auf in den Reibereien des Alltags. Wir können voll Vertrauen unser Leben wagen."


Anselm Grün


Namaste
Eure Lena


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen